Kein Wort. Sie sind stumm geblieben, die Pantomimen mit den geweißten Gesichtern, die die Gäste am Neuen Palais begrüßten, mit weißen Schirmen zum Schutz vor dem aufziehenden Regen. Als eine Art undurchschaubare Orakel begleiteten sie den Abend, mal mit artigen Verbeugungen, dann wieder schnippisch wippend oder radschlagend. Das Auditorium Maximum mit seinen 450 Plätzen war vollbesetzt, als die Universität Potsdam dort am Mittwochabend das 20. Jubiläum ihrer Gründung mit einem Festakt beging. Politiker und Vertreter aus der Wirtschaft waren geladen, Gründungsveteranen, die Präsidenten aller Hochschulen in Brandenburg und Berlin. Aber die richtige Feierstimmung wollte nicht aufkommen. Die Sorge um die Zukunft der Hochschule vor dem Hintergrund der geplanten Millionen-Kürzungen ist derzeit größer als die Freude über das Erreichte.
mehr ...
zum Seitenanfang
Die Universität Potsdam muss weiter auf einen neuen Präsidenten warten. Der Senat will bei seiner nächsten Sitzung am kommenden Mittwoch erst noch über den Wahltermin entscheiden, wie Werner Jann, der Vorsitzende des Senats, auf PNN-Anfrage sagte. Die Wahl war zwischenzeitlich bereits für die Juli-Sitzung vorgesehen, aus Zeitproblemen jedoch verschoben worden. Dass die Uni noch in diesem Semester einen Nachfolger für die im Februar 2011 ins Wissenschaftsministerium gewechselte frühere Präsidentin Sabine Kunst (parteilos) bekommt, wird damit immer unsicherer. Denn vor der Wahl soll es eine öffentliche Anhörung der Kandidaten geben – ob man die aber in die vorlesungsfreie Zeit im August oder September legen kann, ist umstritten. Bis zur Wahl eines neuen Unipräsidenten leitet Thomas Grünewald, der frühere Vizepräsident für Lehre und Studium, die Hochschule kommissarisch.
mehr ...
zum Seitenanfang
POTSDAM – Die Reihe der Gratulanten ist bunt. Die ehemalige Präsidentin und jetzige Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (parteilos) nennt die Universität Potsdam eine Landeshochschule mit gesellschaftlicher Verantwortung – nicht zuletzt wegen der Ausbildung von Lehrern. Beim Fest Am Neuen Palais wird heute Abend auch Schlösser-Chef Hartmut Dorgerloh als Hausherr einiger Liegenschaften der Hochschule zum 20. Geburtstag Glück wünschen. Dazu gesellen sich die Präsidenten der Berliner Riesen Freie Universität (FU) und Humboldt-Universität (HU). Mit ihrem Gruß zollen sie einer jungen Einrichtung Referenz, die sich einen Rang weit über die Region erstritten hat.
mehr ...
zum Seitenanfang
POTSDAM / Sanssouci – Die Potsdamer Studenten wollen ihr Semesterticket auch in Zukunft behalten. In einer Urabstimmung am Freitag haben sie mehrheitlich für das Ticket gestimmt und damit auch für die Verlängerung des Vertrages mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) bis 2015.
mehr ...
zum Seitenanfang
1700 Bewerbungen auf 215 Plätze: Schon jetzt gibt es weniger Master-Studienplätze als Bachelor-Absolventen. Und mit den doppelten Abiturjahrgängen wird sich die Situation noch verschärfen. Immer mehr Studenten ziehen deshalb vor Gericht – um sich einzuklagen.
Die wenigsten Studenten wollen sich mit einem Bachelor-Abschluss begnügen. Die meisten wünschen sich ein Master-Studium. So hat es vor kurzem das Hochschul-Informations-System in Hannover ermittelt. Wegen der begrenzten Zahl von Studienplätzen ist die Verunsicherung jedoch groß. Wird man einen Platz bekommen? Was kann man tun, wenn man abgewiesen wird? Eine Möglichkeit: vor Gericht ziehen.
mehr ...
zum Seitenanfang
POTSDAM – Was als Debatte über den Sinn von Studienkonten begann, mündete in einer Generalabrechnung mit der Bildungspolitik der rot-roten Landesregierung. Die Studentenzeitung der Universität Potsdam „speakup“, der Studierendenausschuss Asta sowie die Lehrenden-Initiative „Intelligenzija Potsdam“ hatten am Donnerstagnachmittag ins Audimax der Hochschule geladen. Dort wurde über das „Bildungsdesaster Brandenburg“ debattiert.
Auslöser der Veranstaltung war nicht zuletzt der durch die Medien gegangene Ausspruch des kommissarischen Leiters der Uni Potsdam, Thomas Grünewald, man müsse sich angesichts der Sparzwänge vom „ideologischen Dogma kostenfreier Bildung“ verabschieden. Grünewald hatte das in Rheinland-Pfalz – noch – bestehende Modell der Studienkonten ins Spiel gebracht. Über einen gewissen Zeitraum ist das Studium kostenlos. Wird das Studienkonto „überzogen“, sind Gebühren fällig. Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (parteilos), zuvor selbst Präsidentin der Uni Potsdam, scheint solchen Vorschlägen nicht abgeneigt (MAZ berichtete).
mehr ...
zum Seitenanfang
Der Interimspräsident der Potsdamer Universität, Thomas Grünewald, hat für Unruhe an seiner Hochschule gesorgt. In einem Interview plädierte er für die Einführung von Studienkonten, und am Mittwoch zitierten ihn die Potsdamer Neuesten Nachrichten mit der Aussage, aufgrund der »hohen Sparziele« müsse »das ›ideologische Dogma‹ der kostenfreien Bildung überdacht werden«.
Für den Allgemeinen Studierendenausschuß (AStA) der Uni waren die »Sparziele« bzw. der Plan der Landesregierung, in den Unihaushalten im kommenden Jahr 27 Millionen Euro zu kürzen, Anlaß, Gegenstrategien zu erörtern. Gemeinsam mit der Redaktion der Studierendenzeitung Speak up und der Lehrenden- und Lernendeninitiative »Intelligenzija Potsdam« hatte die Studierendenvertretung am Donnerstag abend zu einer Podiumsdiskussion zum Thema »Bildungsdesaster in Brandenburg« eingeladen.
mehr ...
zum Seitenanfang
Die eine Entscheidung ist einfach, die andere nicht. In der kommenden Woche stimmen die Studenten der Uni Potsdam über den neuen Vertrag zum Semesterticket ab. Niemand rechnet ernsthaft mit einer Ablehnung. Gleichzeitig wählen sie ihre Vertreter in Fakultätsräte, Senat und Studierendenparlament. Gerade die Wahl zum Stupa verspricht Spannung, hier entscheidet sich, wer die neue Studierendenvertretung stellt, den AStA. Der aktuelle ist eigentlich schon zerbrochen (PNN berichteten), ein neuer muss bald her. Dafür stellen sich verschiedene Listen zur Wahl.
mehr ...
zum Seitenanfang
„Wir wollen niemanden belehren oder das Fleischessen verbieten, sondern nur ein klareres Bewusstsein für verhältnismäßige Ernährung schaffen“, sagt Fabian Twerdy, Mitbegründer des hochschulübergreifenden studentischen „Arbeitskreises Mensa“ (AK Mensa). Der AK Mensa setzt sich seit seiner Gründung im Herbst 2010 für ein größeres Angebot vegetarischer und veganer Mahlzeiten in Potsdamer Mensen ein.
mehr ...
zum Seitenanfang
Einige Universitäten wollen ihre letzten Diplom- und Magisterstudenten möglichst schnell loswerden. Doch die Betroffenen wehren sich gegen den Rauswurf.
25. Juni 2011
Jana Klein ist verunsichert. Dabei weiß die junge Frau, die ihren richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen will, genau, was sie will. An der Kölner Uni studiert sie Germanistik, Anglistik und Linguistik. Danach möchte sie Lehrerin werden. Doch Klein, die hochgradig schwerhörig ist, studiert noch auf Magister – und ist nach Ansicht der Uni nicht schnell genug. Bis zum 31. März hätte sie in allen drei Fächern die Zwischenprüfung machen müssen. Aber während sie zwei Fächer schon abgeschlossen hatte, fehlte ihr zur Anmeldung im dritten Fach ein einziger Schein. „Die Uni hat mir dann eine Frist von drei Wochen gegeben, um noch eine Hausarbeit zu schreiben“, sagt sie. „Da habe ich so eine Panik gekriegt, dass gar nichts mehr ging.“ Die Folge: Die Uni warf sie raus.
Was Jana Klein passiert ist, passiert auch anderen Studenten. Denn verschiedene Hochschulen drohen ihren letzten Diplom- und Magisterstudenten offen mit dem Rausschmiss, sollten sie nicht schnell genug fertig werden. Seit der Einführung von Bachelor und Master laufen die alten Studiengänge aus. Auslaufordnungen regeln für jeden Studiengang, ab wann Prüfungen nur noch im neuen System angeboten werden. Wie eng die Fristen sind und wie drastisch die Strafen, hängt auch vom jeweiligen Landeshochschulgesetz ab.
mehr ...
zum Seitenanfang











